Nutzenergie

Wie rechne ich die einkaufte Energie in Nutzenergie um?

Bei der Fernwärme zahlen sie lediglich die nutzbare Energie.

Das heisst, es bedarf einer kleinen Rechnung.:

Nutzenergie berechnen:

Gasverbrauch (Rechnung) in kWh / 1.11 = physikalische nutzbare Wärmeenergie
oder:
Öl in l x 9.8 kWh = physikalische nutzbare Wärmeenergie

Nun kommt noch der Gesamtwirkungsgrad der Heizung zu Anwendung:
üblicherweise: 5 bis 10% Verlust

Dies ist bei einem Kostenvergleich unbedingt zu beachten.

nützlicher Link:

https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/2781

Elektroheizungen

Warum weg von Elektroheizungen?
– Die Energieversorger pushten in den 80er Jahren diese Heizungen, um in der Nacht die AKW’s auszulasten.
– Eine WP braucht max. 1/3 des Strmmes einer Elektroheizung

Nun sind Sie spätestens ab 2030 zu ersetzen.

Hier einige Fakten:

geschätzte Zahl der Elektroheizungen ist ca. 170’000 Stk.
geschätzte Leistung: 3’000 MW
geschätzte Energiemenge; 3’000 – 7’000 GWh

Zum Vergleich AKW Mühleberg 390 MW Leistung und 3’000 GWh

Die Energiemenge aller Elektroboiler beträgt nochmal rund 2’500 GWh

Vorteile Fernwärme für den Kunden

Vorteile Fernwärme:

Planbare, stabilere Heizkosten, unabhängig von den Schwankungen globaler Öl- oder Gaspreise.

Der Anschluss an den Wärmeverbund bedarf nur geringfügiger baulicher Veränderung innerhalb des Heizraumes.

Platzgewinn

Das Leben wird einfacher, Gedanken über die Brennstoffbeschaffung und -lagerung entfallen.

Die eigene Heizung ist Teil einer effizienten, nachhaltigen, ressourcenschonenden und wettbewerbs­fähigen Heizlösung.

Die Kunden sind Teil einer zukunftsorientierten Vision für bessere Lebensqualität in ihrer Gemeinde.

Der Betreiber garantiert dank redundantem System höchste Versorgungssicherheit mit Alarm- und 7/24h-Pikettsystem.

Zusätzlich beim Rund-um-Sorglospaket:

keine Wartungskosten mehr

kein Risiko eines Komponentenausfalles

Investitionsschutz, weil Vollgarantie

Fernüberwachung

Automatische Zählerauslesung

Vorteile Fernwärme

Vorteile Fernwärme

Fördergelder Kanton Bern

Der aktuelle Leitfaden finden sie hier: https://www.vol.be.ch/vol/de/index/energie/energie/foerderprogramm_energie.assetref/dam/documents/VOL/AUE/de/ef/aue_ef_fp_leitfaden_DE.pdf

Ersatz von Elektroheizungen und Ölheizungen durch Holzheizung oder Anschluss an Wärmenetz:

bestehende Heizung ≤ 130 kW CHF 10 000.– bestehende Heizung > 130 kW CHF 3 500.– + CHF 50.–/kW

Bedingungen:
– Massgebend für den Beitrag ist die Leistung der bestehenden Heizung, jedoch maximal 50 W/m2 EBF und maximal 35 % der Anlagekosten.
und:
– Nach Abschluss der Arbeiten ist bei Gebäuden der Gebäudekategorien 1-6 ein GEAK® zu erstellen. GEAK®-Experten: www.geak.ch. Ohne gültigen GEAK® kann der Förderbeitrag nicht ausbezahlt werden.

Nachteile Fernwärme

mögliche Nachteile Fernwärme:
– keine Kündigungsmöglichkeit während der üblichen Vertragszeit
– steigende Teuerung schlägt voll auf Jahresgrundpreis
– CO2 Abgabe steigt, weil die Fernwärme nicht erneuerbar ist

  • Der hohen Effizienz des Verbrennungsvorgangs im Heizkraftwerk steht entgegen, dass durch die langen Transportwege zum Verbraucher viel Wärme verloren geht. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen, etwa modernen Brennwertkesseln, fällt der Nutzungsgrad bei Fernwärme daher vergleichsweise gering aus.
  • Weitere Nachteile für die Umwelt bringen die eingesetzten Energieträger mit sich: Überwiegend arbeiten Fernwärme-Kraftwerke mit einem Anteil fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl.
  • Monetäre Nachteile: Zwar sparen Fernwärmekunden die Anschaffungs- und Wartungskosten für eine eigene Heizanlage, im Betrieb kommt Fernwärme aber dennoch teurer als eine konventionelle Öl- oder Gasheizung.
  • Fernwärmenetze sind nur dort rentabel, wo viele Verbraucher in kurzen Distanzen angeschlossen werden können. Ausserhalb vom Siedlungsgebet ist Fernwärme daher häufig nicht verfügbar.

Wärmeliefervertrag

Wärmeliefervertrage sollten verständlich verfasst sein, weniger wäre hier wohl mehr.
Bei manchen Anbietern kämpft sich der tapfere Kunde noch durch das Reglement und die Technischen Anschlussbedingungen oder den Netzanschlussvertrag und das Tarifblatt.

Genau für diese Situationen habe ich den Blog geschrieben, bzw. gründet meine Geschäftsidee, lassen sie das Vertragswerk durch uns prüfen. Als Unparteiischer kann ich Ihnen Tipps, Verhandlungsspielraum und wer weiss, sogar Kosteneinsparungen verschaffen.

Mindestens aber ein gutes Gefühl beim Unterschreiben des Vertragswerkes

Fernwärme Nebenkosten

Die Kosten einer ausgelagerten Heizzentrale dürfen zu 100% auf die Nebenkosten umgelegt werden. Jedoch muss der fixe Mietzins um die Amortisation der Heizung reduziert werden.
Art 6 VMWG (Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen)

Da die Nebenkosten mit Fernwärme meist teurer werden, es für den Liegenschaftsbesitzer aber unbestreitbare Vorteile gibt, kann z.b. er auch selber entscheiden nur ein Teil des Jahresgrundpreise auf die Nebenkosten umzulegen.

Achtung: «Fernwärme Nebenkosten» Anzeigepflicht mit Formular nicht vergessen!

Übliche Aufteilung des Grundpreises:
70-80% für Amortisation und Verzinsung
20-30% für Betrieb und Unterhalt und alle übrigen Fixkosten des Verbundes. (z.b. Baurechtszins, Zählereichung, usw.)

Späterer Anschluss an die Fernwärme

Ein späterer Anschluss ist möglich, sofern die Leitung in der Nähe liegt.
Nach QM-Holz darf pro kW Leistung 1m Leitung zum Kunden verlegt werden, sonst ist der Anschluss unsinnig.
(Also ihr EFH hat 15 kW = 15m Leitung von Fernwärmeleitung bis zu Ihrer Hauswand.)

Jeder Investor hat Interesse, dass Sie frühzeitig mitmachen, damit er seine Anlagen bezüglich Auslastung dimensionieren kann.

Falls ihre Ölheizung aber erst 10 Jahre alt ist, möchten Sie diese aber noch einige Jahre Weiterbetreiben um sie zu amortisieren.

Deshalb gibt es diese Option, auch 5 Jahresoption genannt.

Kosten Fernwärme «Energiepreis oder Arbeitspreis»

Die jährlich wiederkehrenden Kosten Fernwärme setzen sich aus Energiepreis und Jahresgrundpreis zusammen.

Der Energiepreis richtet sich betriebswirtschaftlich gesehen, nach dem Preis der eingesetzten Primärenergien (Holz, Altholz, Oel, Gas, Abwärme, Strom)

Hier gibt es ebenfalls Spielraum.
Einige Anbieter befinden, der Preis sollte deutlich über dem Ölpreis liegen, damit sie als Kunde auch den Anreiz haben Energie zu sparen, bzw. ihre Häuser zu isolieren.

Der Nachteil liegt aber beim Investor, kann die freiwerdende Energiemenge nicht günstig mit zusätzlichen Anschlüssen realisiert werden, verliert er Deckungsbeitrag für die Kapitalverzinsung.

Die Heizgradtage in den letzten Jahren gingen erheblich zurück, mit hohem Energiepreis profitiert der Kunde, mit günstigeren Gesamtkosten.
Für beide Seiten ehrlicher ist daher ein reeler Energiepreis der sich nach den Gestehungskosten richtet.

Anschlusskostenbeitrag

Um die Investitionskosten für den Investor zu senken wird üblicherweise eine Einmalzahlung festgelegt. Diese ist frei definierbar. In der eigenen Erfahrung habe ich schon Wärmeverbunde entwickelt mit jeweils nur CHF 3’000.-, aber auch einige mit sehr viel höheren Beträgen.

Für sie wichtig zu wissen:
– diese sind steuerlich abziehbar, sofern nicht aus dem Erneuerungsfonds entnommen
– Fragen sie Ihren Anbieter ob sie allenfalls einen höheren Beitrag leisten können, um den Jahresgrundpreis zu senken.


Es handelt sich dabei meist nur um einen Beitrag. Ein Hausanschluss inkl. Wärmeübergabestation kostet schnell einmal über CHF 25’000.-, dazu kommen noch die Kosten für die Sekundärkosten.